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02.02.2018

Verbesserter Lärmschutz bei Windkraftanlagen

Das Umwelt- und Energiewendeministerium Schleswig-Holstein hat dazu ab sofort die überarbeiteten Hinweise zum Schallimmissionsschutz der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft für Immissionsschutz (LAI-Hinweise) eingeführt. Damit wendet es in Schleswig-Holstein ein neues Schallprognoseverfahren an. Ein Expertengremium des DIN/VDI-Normenausschuss Akustik, Lärmminderung und Schwingungstechnik (NALS) erarbeitete daraufhin ein neues Prognoseverfahren, das sogenannte Interimsverfahren zur Prognose der Geräuschimmissionen von Windkraftanlagen. Schleswig-Holstein hatte dieses Verfahren über eigene akustische Untersuchungen verifiziert. Die neuen LAI-Hinweise wurden im November 2017 von der Umweltministerkonferenz zur Veröffentlichung freigegeben. Mit dem neuen Verfahren, das auch bei laufenden Genehmigungsverfahren wie auch bei Bestandsanlagen anzuwenden ist, sollen die zulässigen Immissionswerte für Lärmschutz sicher eingehalten werden. Das ist auch für die Akzeptanz der Windenergie im Land ein wichtiges Signal. Die Regelungen werden sich in einigen Fällen auf den Nachtbetrieb von Anlagen auswirken. Der Tagbetrieb bleibt davon unberührt, da deutlich höhere Immissionsrichtwerte gelten. Die Immissionswerte für Schall, die sich aus der TA Lärm ergeben, gelten unverändert fort.

www.schleswig-holstein.de/schall



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